Ihr habt gesagt wir waren das

“Die Bombe nach der Bombe” nennen die Betroffenen des Bombenanschlages in der Keupstraße 2004 die rassistischen Ermittlungen nach dem Anschlag. Auch an den anderen Tatorten wurden die migrantischen Opfer des Naziterrors nicht unterstützt, sondern von Ermittlungsbehörden, Geheimdiensten, aber auch Finanzbehörden entwürdigt, eingeschüchtert und kriminalisiert. Nicht nur die Ermittler*innen, auch die Medien machten die Opfer des NSU-Terrors zu Tätern und trugen mit ihrer Berichterstattung zu ihrer Stigmatisierung und Ausgrenzung bei.

In dem Mordfall von Michéle Kiesewetter und dem versuchten Mord an Martin Arnold in Heilbronn wurde ein Täterprofil erstellt, was über Jahre Sinti oder Roma zu Täter*innen erklärte. „Schmarotzen“ und andere Eigenschaften zählten zu dem Profil, was sie suchten. Über 800 DNA Proben wurden von Frauen mit Romno Hintergrund entnommen. Vor der historischen Sondererfassung der Sinti und Roma durch die Polizei wird ein Bild von Kontinuität deutlich.

 

 

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Samstag, 24.Nov


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Rassistischen Ermittlungen in der Mordserie des NSU

Ort: Kunsthalle, Auditorium